Kinderhort Ketsch

Produktlinien:
ProEnergy

Einsatzgebiet:
Kindergarten und Kita

Einmal FAGSI immer FAGSI

Kinderhort in Containerbauweise ergänzt das städtische Angebot an Betreuungsplätzen

Unkompliziert, konstruktiv und lösungsorientiert. So beschreibt nicht nur das FAGSI-Planungsteam die Zusammenarbeit beim Neubau „Kinderhort Ketsch“. Auch die für Entwurf und Planung verantwortliche Gemeinde-Architektin und Bauverständige Marion Rehberger hat die Kooperation mit dem Container-Spezialisten aus Morsbach so erlebt. Der zweistöckige Hort ist Marion Rehbergers „jüngstes Baby“, wie sie das Gebäude selbst liebevoll nennt. Es soll zunächst als Interimsgebäude während der Erweiterung der nahegelegenen „Alten Schule“ dienen und wurde ideenreich und mit hohem, professionellem Engagement geplant. Das Ergebnis ist außerordentlich. Was sich die meisten Menschen gemeinhin unter „Containeranlagen“ vorstellen – banale, langweilige Kisten aus Blech – hat mit dem gebäude in Ketsch rein gar nichts zu tun. Marion Rehberger hat sich beim neuen Kinderhort für eine präzise ausgetüftelte, farbenfrohe Vorhangfassade aus HPL-Platten entschieden. Dabei definieren die Farben blau, rot, gelb und grün jeweils eine Hausseite. Die hochwertige Fassade besticht gestalterisch durch die spannungsvollen Proportionen ihrer unterschiedlich großen Plattenfelder und dem exakten Fugenbild.

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Auf einer 18,5 x 15 Meter großen Gebäudegrundfläche hat die Architektin auf zwei Etagen das Raumprogramm des Horts kompakt untergebracht. Der Eingang des Hauses liegt an dessen Schmalseite. Linkerhand befindet sich das innenliegende Treppenhaus, geradeaus gelangt man in einen geräumigen T-förmigen Flur. Von hier aus werden das Büro der Einrichtungsleitung, der erste der beiden rund 67 qm großen Gruppenräume und ein Hausanschlussraum erschlossen. Ebenfalls vom Flur aus erreichbar sind die Sanitäranlagen und die große Mensa, wo die Hortküche gleich integriert ist.

Im Obergeschoss befinden sich ein zweiter Gruppenraum gleicher Größe, ein geräumiger Hausaufgabenraum sowie weitere Sanitärräume. Sogar eine Dachterrasse konnte Marion Rehberger auf dieser Etage integrieren, denn außer einer kleinen Grünfläche war für den Aufenthalt der Kinder an der frischen Luft hier in der Innenstadt recht wenig Platz.

Wie man auch mit Containern als Architekt/in sehr kreativ planen und bauen kann, beweist Marion Rehberger mit einer Vielzahl stimmiger und architektonisch hochwertiger Lösungen: Neben der bereits erwähnten Fassadenverkleidung mit HPL-Platten hat sie an der außenliegenden Fluchttreppen-Anlage ein Rankgitter für vertikale Fassadenbegrünung vorgesehen. Große Verglasungen teilweise über Eck oder als bodentiefe Fenster mit französischen Balkonen konzipiert, bringen viel Licht ins Haus. Ebenso sorgen großflächige Verglasungen im Bereich der Innenwände für kommunikativen Sichtkontakt und somit für gute Orientierung. Die Raumtiefe der Gruppenräume von etwa 9 Metern stützenfrei auszuführen, war auch für FAGSI durchaus eine Herausforderung, mit dem Einsatz entsprechend dimensionierter Container aber gut zu lösen.