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Zentrum für Kreativschaffende München

Abgeschlossen
Mehrere zweistöckige, bunt lackierte Modulgebäude stehen in Reihe; Fenster und Türen in dunklen Rahmen, vor Bürgersteig und Straße, unter hellem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken und Bäumen im Hintergrund.

Wer dieser Tage entlang der Dachauer Straße in München am sogenannten „Lamento- Areal“ vorbeifährt, traut seinen Augen kaum. Innerhalb nur weniger Wochen sind hier unkonventionelle Häuserfassaden aus dem Boden gewachsen, so kreativ und fröhlich mit ihren kunterbunten Metallfassaden, dass man einfach wissen will, was dahintersteckt: Das Kreativlabor mitten im Herzen der Bayerischen Landeshauptstadt soll fit für die Zukunft gemacht werden. Und FAGSI ist mittendrin.

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  • Ressourcen

    Container

  • Größe

    m² BGF

  • Bauzeit

    Wochen

Statt Lamento nur Begeisterung

Denn während hier eines der derzeit spannendsten Stadtentwicklungsprojekte Münchens vorangetrieben wird, sollen Künstler und Künstlerinnen aller Sparten das Gebäudeensemble des Containerspezialisten als kreative Atelier- und Ausstellungsfläche nutzen. Bauherrin der temporären Ateliers ist die MGH. „In Bezug auf die künftige Neubebauung der „Lamentofläche“ mit vorgeschaltetem Architektenwettbewerb und einer voraussichtlichen Planungs- und Ausschreibungsdauer von bis zu sechs Jahren, haben wir uns für eine „schnelle“ Ersatz-Bebauung entschieden, die nur mit einer Containeranlage zu realisieren war. Da die MGH eine öffentliche Auftraggeberin ist, kam es schließlich über eine europaweite öffentliche Ausschreibung zur Beauftragung der Firma FAGSI“, erläutert Sandra Einstädter, Leitung Kreativwirtschaft bei der MGH.

Die Anlage setzt sich aus 98 Qualitätscontainern der Baureihe FAGSI Energy zu vier Einzelgebäuden zusammen. Diese sind zweigeschossig aufgebaut und werden über außenliegende Treppen erschlossen – teilweise auch miteinander verbunden. Lediglich das Kopfgebäude an der Ecke Dachauer- /Schwere-Reiter-Straße besitzt drei Geschosse und somit eine gewisse Signalfunktion am Quartierseingang der Neubebauung. Auf einer Bruttofläche von 2.500 Quadratmetern sind zwanzig Büro- bzw. Ateliereinheiten, neun Werkstätten sowie ein Künstler-Café untergebracht. Die zitronengelben Seecontainer dazwischen – so genannte High-Cubes in Überhöhe – werden als Lagerräume genutzt. Alle Ateliers sind unterschiedlich groß und weisen einen eigenen individuellen Grundriss auf. Die Böden sind mit dunkelbeigen Belägen und grauen Sockelleisten versehen, während die Innenwände neutral in Weiß gehalten sind. Den künftigen Mietern bleibt viel Spielraum, ihre Räume nach eigenem Gusto zu gestalten. Der etwas raue, improvisiert wirkende „Industrial Style“ der Fassaden setzt sich im Gebäudeinnern konsequent fort, indem Heizungsrohre, Heizgeräte und Kabelkanäle bewusst sichtbar belassen und nicht etwa verkleidet, unter Putz verlegt oder hinter abgehängten Decken versteckt wurden.

Fassade eines mehrstöckigen, bunten Gebäudes zeigt vertikal geriffelte Paneele in Gelb, Pink und Grün; dunkle Fensterreihen reflektieren den klaren, blauen Himmel.
Modulare, hellgrün gestrichene Containergebäude stehen in Reihe; Türen und Fenster öffnen zu Balkonen und Treppen; ein Metallgeländer auf Holzdeck blickt auf einen kiesigen Innenhof, Bäume am Rand.
Zuschneidetisch mit bunt gestreiftem Stoff und aufliegenden Schnittteilen; unscharfe Person bewegt sich im Raum; helle Nähwerkstatt mit Nähmaschinen, Regalen und großen Fenstern.
Mehrere Nähmaschinen stehen auf einem langen weißen Tisch, bunte Garnspulen an der Wand, eine Schneiderbüste mit Musterstoff, ein langer Schneidetisch und Hocker in hellem, minimalem Atelier.

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